Segel-Bundesliga Spezial

Düsseldorfer Yachtclub, NRW (DYC)

Alt text Foto: DSBL /Lars Wehrmann

Die Liga als Alternative zum Drop-Out. Mit dem fünften Platz in der Relegation im April 2014 hatte der Düsseldorfer Yachtclub den Sprung in die 1. Liga geschafft. Trotz aufsteigender Form im Oberhaus landeten die Düsseldorfer am Ende der Saison auf Platz 13 (punktgleich hinter den Bremer Wappenseglern) und mussten in die erneute Relegation für 2015. Doch die gewannen die Segler vom Rhein klar und sicherten somit den Klassenerhalt für die 1. Liga.

„Die Relegation vom April in Flensburg war schon ein unglaubliches Ereignis“, blickt Team-Manager Markus Westerwalbesloh auf 2014 zurück. Von Anfang an hat der 1908 gegründete Verein, der traditionell neben Regatta- und Fahrtenseglern am Rhein auch eine starke Motorboot-Sparte hat, auf ein Junioren-Team gesetzt. Etwa 140 der insgesamt 470 Mitglieder zählen zur Jugend- und Junioren-Abteilung. Die Zahl ist in etwa konstant – doch der Anteil wirklich aktiver Jugendlicher ist zuletzt immer größer geworden, freut sich Westerwalbesloh. Das Liga-Thema zieht nun auch bei denen, die sich nicht für Olympia berufen fühlen.

Zwischen 18 und 28 Jahre alt sind die Leute im DYC-Kader. Die Bundesliga habe es vielen jungen Seglern ermöglicht, weiterhin aktiv am Ball zu bleiben. Denn neben dem Studium bleibt oft keine Zeit fürs Leistungssegeln auf olympischem Niveau. Den Aufwand für den einen oder anderen Einsatz im Liga-Team bringen die Studierenden aber gerne auf. „Die Liga hat viele zurückgeholt, die aus dem Leistungssport rausgekippt sind“, ist Westerwalbesloh (im DYC auch für Sport und Jugend verantwortlich) überzeugt. Dafür sind die Segler nun über das ganze Land verteilt, ein regelmäßiges Training ist nicht so einfach. „Ich bin verblüfft, mit wie wenig Training unsere Leute in der Liga durchhalten konnten“, ist der Team-Manager auf die Leistung seiner Crew stolz. Eine eigene J/70 hat der DYC nicht, für ein Training werden zwei Boote auf dem Ijsselmeer gechartert. 2015 soll jedenfalls mehr trainiert werden als vergangenes Jahr. „Da werden wir dieses Jahr besser aufgestellt sein“, ist Westerwalbesloh zuversichtlich.

„Wir sollten unseren Platz so verbessern, dass wir einen sicheren Platz in der 1. Liga haben“, zitiert Westerwalbesloh einen seiner Segler, Jan-Philipp Hofmann. Der 23-jährige Luftfahrttechnik-Student ist sportlicher Leiter und einer der Steuerleute des Liga-Teams. Er kommt wie die ebenfalls als Steuerleute vorgesehenen Morten Bogacki (28, Medizinstudent) oder Julius Schrader (25, Jurastudent) aus der 420erund 470er-Szene. Hofmann und Bogacki (zuletzt als Steuerleute auch im 505er sehr erfolgreich) hatten zusammen mit Patrick Treichel und Matthias van Holt auch die Relegation im November gewonnen.

LIGA-HISTORIE: 2013: nicht teilgenommen 2014: Platz 13 -> Relegation Platz 1 (Verbleib in der 1. Liga)

ZIEL 2015: Klassenerhalt, oberhalb Platz 13

FAVORITEN: NRV, VSaW, DTYC

TEAM DYC: Jan-Philipp Hofmann, Morten Bogacki, Julius Schrader, Patrick Treichel, Nils-Henning Hofmann, Mathias Weidenbach, Matthias van Holt, Philipp Hartmann, Philipp Schrader, Alexander Swade, Timon Treichel, Henrik Vieregge, Constanze Stolz, Team-Manager: Markus Westerwalbesloh (Stand März 2015)

Veröffentlicht am : 16.04.2015