Segel-Bundesliga Spezial

Flensburger Segel-Club, Schleswig-Holstein (FSC)

Alt text Foto: DSBL /Lars Wehrmann

Add-On für das Vereinsleben. Der Flensburger Segel-Club ist ein Verein der ersten Stunde in der Segel-Bundesliga, und der Club bringt sich in das Regatta-Geschehen mit großem Engagement ein. Gleich zwei Relegationen wurden in der vergangenen Saison vor Glücksburg gesegelt – in Zusammenarbeit mit der Hanseatischen Yachtschule. Zum Saisonauftakt kamen 61 Mannschaften zum Aufstiegsrennen für die 1. Liga und im Oktober waren es 52 Crews, die sich für die 2. Liga bewarben. Der FSC und die HYS erwarben sich dabei höchste Anerkennung, da sie für einen reibungslosen Ablauf bei diesen Riesenevents mit ständigen Bootswechseln und knackigen kurzen Wettfahrten sorgten. „Wir freuen uns immer, wenn etwas los ist im Verein. Und zu den Relegationen war eine tolle Stimmung hier“, sagt Jörg Rothert, hauptamtlicher Trainer im Verein und Team-Manager der Bundesliga.

Das Liga-Geschehen ist für ihn ein „tolles Add-On“, um das Vereinsleben von Regatta- und Fahrtenseglern abzurunden. Und es hilft ihm, bei jungen Sportlern das Interesse am Segeln lebendig zu halten: „Die 14-Jährigen fi nden das interessant. Es ist eine gute Möglichkeit, ihnen abseits von Olympia-Kampagnen und neben anderem Regattasport eine gute Ausbildung zu bieten.“

Vor dem Einstieg in die dritte Liga-Saison ist sich Rothert unsicher, was die Konkurrenz bieten wird. Die große Fluktuation in der Zusammensetzung der Teams, die unterschiedlichen Ambitionen und Trainingsmöglichkeiten werfen viele Fragezeichen auf, die sich erst im Laufe der Saison klären werden. „Die Bundesliga ist ein schwieriges Pfl aster, auf dem wir gern einen größeren Schritt weiter nach vorn gehen würden als im vergangenen Jahr“, so Rothert.

LIGA-HISTORIE: 2013: Platz 11 2014: Platz 10

ZIEL 2015: Minimum: Top 10, Traum: Top 6

FAVORITEN 2015: NRV und mit etwas Abstand DTYC und WYC

TEAM FSC: Lennart Briesenick-Pudenz, Alexander Erichsen, Simon Gerling, Hans-Henninig Höft, Michael Ilgenstein, Sven Koch, Philipp Linstedt, Morten Massmann, Jacob Meesenburg, Finn Mrugalla, Cedric Menzel, Bernhard Outzen, Marwin Outzen, Team-Manager: Jörg Rothert (Stand März 2015)

3 FRAGEN AN JÖRG ROTHERT (TEAM-MANAGER FSC)

Herr Rothert, die Bundesliga hat sich in vielen Vereinen als fester Club-Bestandteil etabliert. Wie ist das Team beim FSC verankert?

Es gibt viele Philosophien, wie man solch ein Projekt angeht – vom Vereinsevent bis hin zum Leistungssport. Bei uns ist es eine Mixtur aus vielem. Es gibt Fahrtensegler, die sich interessieren und nachfragen, und an Bord sind ehemalige Hochleistungssportler wie Morten Massmann oder Lennart Briesenick-Pudenz sowie erfahrene Regattasegler wie Michael Ilgenstein oder Sven Koch und andere.

Die Team-Zusammenstellung deutet darauf hin, dass Sie oben angreifen wollen?

Eine Vorhersage ist schwierig. Aber im vergangenen Jahr haben wir uns unter Wert verkauft, haben in den Events gut angefangen, dann aber zu viele Punkte liegen lassen. Wir können mehr als Platz zehn, haben die Probleme analysiert und wollen uns nun besser positionieren.

Können Sie uns einen Einblick geben, mit welchem finanziellen Aufwand die Bundesliga verbunden ist?

Das kommt ganz auf die Herangehensweise an und kann sehr unterschiedlich sein. Bei uns wird der Etat, den wir aufgestellt haben, durch ein Sponsoring abgedeckt. Drei der Partner, die den FSC fördern, unterstützen auch das Projekt Bundesliga. Und die J/70, die für das Bundesliga-Team angeschafft wurde, wurde ausschließlich aus Spendengeldern finanziert.

Veröffentlicht am : 16.04.2015