Volvo Ocean Race

Team Vestas Wind vom Riff gerettet

Das Team Vestas Wind ist am Sonntag im Indischen Ozean vom Riff gerettet, nachdem die Crew auf der zweiten Etappe des Volvo Ocean Race auf einen Felsen in der Nähe von Mauritius aufgelaufen war und schließlich das Boot verlassen hatte.

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Alle neun Mitglieder des dänischen Teams blieben bei dem Unglück beim Cargados Carajos Shoals unverletzt, allerdings wurden die Ruder stark beschädigt und das Heck der VO65-Yacht wurde durch die Wellen hart auf die Felsen geschlagen. Um Mitternacht entschied Skipper Chris Nicholson schließlich, das Schiff zu verlassen, und die Crew watete durch das knietiefe Wasser zur einer trockenen Stelle auf dem Riff, von der es schließlich durch ein RIB der Küstenwache bei Tagesanbruch geborgen wurde. Von dort wurde die Crew zur Ile du Sud (St. Brandon) gebracht – rund 430 Kilometer nordöstlich von Mauritius.

Veranstalter und Teams Vestas Wind sind nun bemüht, die Crew wieder auf das Festland zu bringen. Während des Vorfalls war das Team Alvimedica in Alarmbereitschaft, um gegebenenfalls in eine Rettungsmission einzugreifen. Nachdem aber klar war, dass keine Gefahr mehr für das Team Vestas bestand, setzte Alvimedica das Rennen in Richtung Norden fort. Navigator Will Oxley schickte diesen Bericht vom Team Alvimedica: „Alles ist gut an Bord, aber wir alle sind erschüttert und sehr emotional über das, was passiert ist.“

Knut Frostad, CEO des Volvo Ocean Race, sagte, dass die Gründe des Unglücks noch nicht klar seien und dass der Vorfall nun geprüft werde. „Ich bin sehr erleichtert, dass alle neun Besatzungsmitglieder jetzt sicher sind und sich niemand verletzt hat“, sagte er. „Das war immer unsere erste Priorität. Aber gleichzeitig bin ich auch traurig, dass dies passiert ist. Es ist verheerend für das Team, für das Rennen und für alle Beteiligten.“ Das dänische Team hatte erst wenige Wochen vor dem Start des Volvo Ocean Race für das Rennen gemeldet.

Veröffentlicht am : 09.12.2014