Olympia 2016

World Sailing lobt die Entwicklung in Rio

Nachdem in den vergangenen Tagen wiederholt deutsche Segler über die Missstände der hygienischen und sportlich fairen Verhältnisse im Olympia-Revier von Rio im deutschen Fernsehen berichtet hatten, überrascht der Weltverband World Sailing nun mit der Erkenntnis, dass er nach einem Besuch von Rio mit den Fortschritten bei der Vorbereitung auf die Spiele zufrieden sei.

Segeln unter dem Zuckerhut soll laut World Sailing sicher sein. Foto Jesus Renedo/Sailing Energy

Segeln unter dem Zuckerhut soll laut World Sailing sicher sein. Foto Jesus Renedo/Sailing Energy

World Sailing teilte mit, dass der Chief Executive Officer Andy Hunt, die Technischen Segel-Delegierten Alastair Fox und Scott Perry sowie der Vorsitzende des Event-Komitees Pablo Masseroni und der Vorsitzende der Medizinischen Kommission Dr. Nebojša Nikolic mit den Verantwortlichen des Organisationskomitees, der Stadt und des Staates, des staatlichen Umweltinstituts (INEA) sowie dem Wasser- und Abwasserbetrieb (CEDEA) vor Ort vom 7. bis 10. März zusammengekommen sind.

Die Gesundheit und Sicherheit der Segler in Rio sowie sichere und faire Regattagebiete stehen zu den Olympischen Spielen weiterhin an erster Stelle, so die Mitteilung von World Sailing. Und dann berichtete der Weltseglerverband, dass die Sanierung der Marina da Gloria gut voranschreite und man mit dem Stand der Entwicklung zufrieden sei. Die Gebäude seien auf einem guten Weg und Anfang April bezugsfertig.

Das Abwassersystem, das den Eintritt von Abwässern in die Marina da Gloria verhindern solle, werde voraussichtlich Ende März abgeschlossen. Zudem werde World Sailing das System der Abwasser-Rohre im April testen und Wassertests in der Marina im Mai vornehmen.

Im Oktober 2015 hatte World Sailing bereits den IRO Pedro Rodrigues ernannt, um mit den örtlichen Behörden zusammenzuarbeiten, damit Regattabahnen sichergestellt sind, die frei von Abfällen im Wasser sind. Pläne für Müllsammelboote seien erstellt und werden ständig kontrolliert.

Weitere Vorkehrung, um die Gesundheit und Sicherheit der Athleten sicherzustellen, ist die Installation von 18 Barrieren, um den Einfluss der Flüsse in die Guanabara Bay zu verhindern. Neun Barrieren würden bereits fertig sein, neun weitere sollten im Mai stehen.

Dr. Nebojša Nikolic sagte: „Ich bin zufrieden mit der Planung der Arbeit, die im Vorwege der Spiele getan wurde, um das Wohlergehen der Segler sicherzustellen. Die Untersuchung des Wassers und entsprechende Protokolle werden die Grundlage für die Entscheidungen bei den Spielen bilden.“ Zweifel überkommen aber offenbar auch den Medizin-Verantwortlichen: „Wir werden auch weiterhin die Daten der Wassertests überwachen und die Segler und Offiziellen darüber informieren, was sie selbst tun können, um Gesundheitsrisiken im Vorfeld der Spiele zu minimieren.“

Sieben Renn- und drei Reservetage für jede der zehn Klassen bieten World Sailing eine große Flexibilität. Notfallpläne für alle möglichen Szenarien von der Wasserqualität bis hin zu den Windbedingungen werden entworfen. World Sailing gibt sich dabei weiter zuversichtlich, unvergessliche Spiele bieten zu können.

Im Mai will der Weltseglerverband wieder nach Rio zurückkehren, um den Einfluss der Wassereinleitungen auf die Wasserqualität in der Marina da Gloria zu kontrollieren

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Veröffentlicht am : 17.03.2016