Aufriss der 15er Jollenkreuzer - Beschreibung und Daten-Klasse
Segelzeichen der 15er Jollenkreuzer - Beschreibung und Daten-Klasse

Beliebt bei Touren- und Regattaseglern

Der 15er Jollenkreuzer / P-Boot

Ursprünglich als Jollenkreuzer für flache Gewässer konzipiert, hat sich der 15qm Jollenkreuzer bis heute weiter entwickelt. Mit 6500 mm L.ü.A. und einer maximalen Breite von 2500 mm hat dieses als Konstruktionsklasse immer für Innovationen gesorgt. Mit seiner enormen Verbreitung, immerhin registriert der DSV in seinem Yachtregister bereits die Baunummer 1900, erfreut sich dieses Boot nach wie vor großer Beliebtheit sowohl bei Touren- als auch bei Regattaseglern.
Mit seinen neuzeitlich sportlichen Linien und seinem noblen Äußeren, einer formverleimten Mahagoni-Bauweise macht ein P-Boot immer wieder auf sich aufmerksam.

In der Regattaszene der Binnensegler ist das P-Boot als hochtechnisiertes „Renngerät“ bekannt. Der 2-köpfigen Besatzung wird einiges abverlangt, denn der 15er trägt einiges an Segeln. Zur modernen Standardausstattung zählen 3 Vorsegel von 16 bis 10 qm Segelfläche, die bei wechselnden Winden auch während einer Regatta getauscht werden. Das ca. 9 qm Großsegel wird an einem filigran verstagten Mast mit allen Trimmmöglichkeiten eines „flexiblen Riggs“ gefahren. Den absoluten Reiz übt jedoch der 50 qm große Spinnaker auf die Regattasegler aus. Dieses „Wahnsinnsgerät“ haben einige dann auch noch in unterschiedlichen Ausführungen an Bord, um unterschiedlichen Windbedingungen gerecht zu werden. Alles in allem ist das Boot eine absolute Rennmaschine für Binnenseen.

Die Klassenvereinigung hat frühzeitig erkannt, dass auch ältere P-Boot-Konstruktionen in ein aktives Umfeld eingebunden werden müssen. Vor mehr als10 Jahren wurde deshalb das Ressort Fahrtensegeln in die Arbeit der Klassenvereinigung eingebunden. Es gibt für fast alle Regattaveranstaltungen eine interne, separate Wertung für Boote, die zwar gerne regattieren, aber nicht den heutigen Regatta-15ern gleichzusetzen sind. Die Klasse hat damit Erfolg. Sie erfüllt seit Jahren die DSV-Kriterien der „Meisterschaftswürdigkeit“ und schreibt in ihrer Gesamt-Rangliste doch immerhin über 130 regatta-aktive Boote.

Auch in den Nachbarstaaten, wie z. B. Österreich, Ungarn, Schweiz, Holland, erfreut sich das P-Boot wachsender Beliebtheit und so kommen in jedem Jahr auch Veranstaltungen im Ausland zur Austragung. Ein Europa-Pokal in Österreich am Neusiedler See ist eine Traditionsveranstaltung dieser Bootsklasse.

Technische Daten:
  • Länge üA: 6,50 m
  • Breite üA: 1,85–2,50 m
  • Freibord: min. 0,43 m
  • Tiefgang: 0,15–1,60 m
  • Masthöhe: über Deck 7,50 m
  • Gewicht (segelfertig): 485 kg
  • Segelfläche am Wind: ca. 18–25 m²
  • Großsegel: ca. 8 m²
  • Fock: 10 m²
  • Genua: 16 m²
  • Spinnaker: 50 m²
  • Takelungsart: Slup
  • Yardstickzahl: 101 (Regatta)
  • Klasse: national, Konstruktionsklasse
Veröffentlicht am : 15.01.2016