Meldung aus dem Dyas-Klassenraum :

Jens Olbrysch und Norbert Schmidt, die neuen Dyas-Meister, in Aktion. Foto: Frank Reger

Deutsche Meisterschaft

Olbrysch/Schmidt erobern die Spitze der Dyas

Ein Schlag nach links – und der Grundstein für einen neuen Meister der Dyas war gelegt: Jens Olbrysch (Herrschinger SC) und Norbert Schmidt (YC Rhein-Mosel) gewannen die Dyas-IDM und verwiesen die Titelverteidiger Michael Schmohl (DTYC) und Ralph Ostertag (SC Harras) auf Rang zwei. Dritte wurden Andreas und Alexander Romanowsky (SC Gothia). 28 Mannschaften waren beim Diessner SC am Start.

Es war eine typische Leichtwind-Meisterschaft Mitte August. Bei ein bis zwei Windstärken wurde das erste Rennen gesegelt. Olbrysch/Schmidt sind zwar langjährige Dyas-Segler, saßen vor der Meisterschaft aber nur bei einer einzigen Regatta gemeinsam im Boot. Mit nur einem weiteren Trainingstag starteten sie in die Titelkämpfe – und waren an der ersten Luvtonne auch noch in der zweiten Hälfte. Doch auf dem Vorwindkurs hatten sie das Boot schnell gemacht – und waren zusammen mit Schmohl/Ostertag sowie Vater und Sohn Welsch an der Leetonne. Bei abnehmendem Wind wendeten Olbrysch/Schmidt nach links – die anderen beiden Boote blieben rechts. Dort war der Wind bald weg – und so waren die späteren Meister als Erste im Ziel. Titelverteidiger Schmohl hatte mit Platz 18 bereits seinen Streicher. „Wir hatten da auch einfach etwas Glück, dass unsere Taktik aufging“, gab Olbrysch zu.

Früh aufstehen war für den zweiten Tag angesagt. Wettfahrtleiter Peter Teschemacher hatte die Auslaufbereitschaft in der Hoffnung auf Südwind nach Sonnenaufgang auf 6.30 Uhr angesetzt – und lag damit goldrichtig. Bis elf Uhr waren drei Rennen gesegelt, die Meisterschaft mit vier gültigen Läufen bereits 24 Stunden nach dem Auftakt gesichert. Mit den Plätzen 2-4-1 blieben Olbrysch/Schmidt an der Spitze, auch wenn Schmohl/Ostertag mit der Serie 1-1-4 an diesem Tag um einen Punkt besser waren. Doch den Streicher gab es erst nach fünf Wettfahrten.

Auf dieses fünfte Rennen wurde am dritten Tag lange gewartet – aber dann hatte sich ein leichter Nordwind durchgesetzt. „Der Nord war so super gleichmäßig, wie ich das noch nicht erlebt habe“, beschrieb Jens Olbrysch, auf dem Meisterschaftsrevier zuhause. In der fünften Wettfahrt hatte er einen Frühstart, Schmohl kam als Sechster ins Ziel. Doch mit einem weiteren, dem dritten Laufsieg verteidigten Olbrysch/Schmidt die Führung – und wurden somit neue Deutsche Meister, da am vierten Tag mangels Wind keine weiteren Rennen mehr gesegelt werden konnten.

Das bayerisch-nordrhein-westfälische Duo war übrigens mit Wildcard an den Start gegangen, da es eben nur einmal vorher miteinander gesegelt war und Olbrysch keine Zeit hatte, die nötige Wettfahrtzahl für die Rangliste erreicht hatte. „Jens Olbrysch war auch bei sehr wenig Wind sehr schnell und hatte insgesamt das glücklichere ‚Händchen’. So geht das Ergebnis in Ordnung, und wir sind mit dem Vizemeister trotzdem ganz zufrieden“, kommentierte der bisherige Serienmeister Michael Schmohl.

Ergebnisse

Göbner, Volker

Wie beurteilen Sie die Wetterlage nach diesem Artikel?


Flaute
 
Brise
 
Böe
 
Sturm
 
Orkan
 
Meldungen Alle Artikel
Veröffentlicht am : 30.08.2017