Meldung aus dem Optimist-Klassenraum :

Vor der Kulisse goldgelber Rapsfelder segelten die Optis vor Schilksee. Foto segel-bilder.de

Goldener Opti

Goldene Werbung für das große Jubiläum

Der Goldene Opti des TSV Schilksee steuert auf sein 50-jähriges Jubiläum im kommenden Jahr zu und hat dafür schon einmal kräftig Werbung gemacht. Denn bei der aktuellen Auflage in 2017 gab es anspruchsvollen Wind von frisch am ersten Tag und leicht am zweiten sowie Sonne satt vor der Kulisse goldgelber Rapsfelder. 320 Segler gingen in den beiden Klassen an den Start.

Für das herausragende Ergebnis sorgte die Berlinerin Cosima Schlüter, die in diesem Sommer zum deutschen Kader für die Europameisterschaft gehört. Sie siegte mit einer beeindruckend konstanten Serie vor den 255 internationalen Konkurrenten der A-Optis. Im Feld der B-Optis hatte Marko Gomercic (Gifhorn) den Bug vorn.

Alexander Florinski, Abteilungsleiter der Segelsparte im TSV Schilksee, zog nach zwei spannenden und fairen Wettfahrttagen ein zufriedenes Fazit. Für ihn war es der erste Goldene Opti in verantwortlicher Position, nachdem er vor einem Jahr die Spartenleitung beim TSVS übernommen hat. Am Morgen vor den Wettfahrten war ihm die Anspannung noch anzumerken: „Je näher der Start rückt, desto spannender wird es. Wir haben einige Veränderungen im Organisationsteam, aber auch viele mit großer Erfahrung dabei“, berichtete Florinski. Auch er selbst hatte schon Gold-Opti-Erfahrung, hat er in den vergangenen Jahren doch bereits auf dem Zielschiff mitgeholfen.

Doch Florinski konnte sich nicht nur auf ein starkes Team um Regattawart Boris Andratzek stützen, sondern auch auf die Rückendeckung durch die Stadt Kiel, die durch die Begrüßung durch den höchsten Stadtvertreter, Stadtpräsident Hans-Werner Tovar, dokumentiert wurde. Und auch die Medien zollen dem Goldenen Opti höchsten Respekt. Neben den Fotografen und Printjournalisten ließ sich auch ein NDR-Team zu Aufnahmen auf das Wasser chauffieren.

Dort stellte der Wind einige knifflige Aufgaben an die Jüngstensegler. Zum Auftakt gab es im mäßigen Wind einige kräftige Böen und Winddreher, die mitunter mitten in das Startprozedere platzten. Am zweiten Tag hatte die Brise dann ordentlich an Kraft verloren und machte die Rennen zu einem Nervenspiel. Dennoch gelangen im Verlaufe des Wochenendes sechs Wettfahrten.

Im Umgang mit schwierigen Winden hatte Cosima Schlüter offenbar keine Probleme. Nach fünf Wettfahrten hatte sie mit der Serie 1, 5, 2, 1, 2 ein gutes Punktepolster angelegt und konnte sich den Ausrutscher mit Platz 24 im finalen Rennen leisten, um dennoch den Niederländer Adriaan Ouwerkerk und den US-Amerikaner Peter Foley auf die weiteren Podiumsplätze zu verweisen. Als zweitbeste Deutsche platzierte sich die Berliner Clubkameradin der Siegerin, Paula Schütze, auf Rang vier – direkt vor dem besten Lokalmatadoren, Ole Schweckendiek vom Kieler YC.

Bei den Optimisten B ging es für die regionalen Segler noch weiter nach vorn. Zwar war mit Marko Gomercic aus Gifhorn einen Binnensegler an der Spitze, danach folgten aber der Kieler Arthur Kahrs und der Lübecker Morten Borchardt.

Ralf Abratis

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Veröffentlicht am : 22.05.2017