Klassen-Raum

Uwe Barthel löst Hans-Wolf Pietsch ab

Der Ausschuss der Klassenvereinigungen im DSV hat einen neuen Vorsitz. Nach 16 Jahren an der Spitze stand Hans-Wolf Pietsch für das Amt nicht mehr zur erneuten Wahl zur Verfügung.

DSV-Präsident Andi Lochbrunner (li.) dankte Hans-Wolf Pietsch mit einem Präsentkorb für sein langjähriges Engagement. Foto Hell

DSV-Präsident Andi Lochbrunner (li.) dankte Hans-Wolf Pietsch mit einem Präsentkorb für sein langjähriges Engagement. Foto Hell

Mit deutlicher Mehrheit wurde bei der Tagung des Ausschusses auf der boot in Düsseldorf Uwe Barthel von der Finn-Klasse zu seinem Nachfolger gewählt. Er wird die Klassenvereinigungen nun mit Jürgen Waldheim (J/70), Ulrich Stich (15er Jollenkreuzer) und Hans Ptaszynski (Folkeboote) vertreten. DSV-Präsident Andi Lochbrunner überreichte Pietsch nach seinem Rücktritt einen Präsentkorb und dankte ihm für über eineinhalb Jahrzehnte des Engagements. Pietsch selbst warf nach der „Tätigkeit in vielen Arbeitsfeldern“ einen durchaus kritischen Blick zurück. Die Zielstellung, die Anzahl der Meisterschaften in Deutschland zu reduzieren, um so den einzelnen Titelkämpfen einen größeren Wert zu geben, sei nicht gelungen. Im Gegenteil: Sie ist sogar von 50 auf 52 gestiegen. Die Änderung der Meisterschaftsordnung (MO) für die olympischen Klassen, um diesen auf jeden Fall eine deutsche Meisterschaft zu sichern, sah Pietsch durchaus skeptisch. Die Änderung der MO hat zudem dazu geführt, dass das Gros der Klassen im vergangenen Jahr eine Öffnung der Zulassungen zur Meisterschaft gewählt hat. Lediglich zehn Klassen sind bei dem bisherigen Verfahren geblieben. Dazu berichtete Uli Finckh, der Vorsitzende des Wettsegelausschusses (WA), dass es vom WA angestrebt wird, den entsprechenden Zulassungs-Passus (8.1.1 – 8.1.5) der MO ganz zu streichen, so dass die Klassenvereinigungen das Zulassungsverfahren für die Meisterschaften selbst über die Ausschreibung veröffentlichen können. Berichtet wurde auf der Ausschuss-Sitzung auch, dass als Service-Leistung des DSV den Klassen und den Vereinen nach einem Beschluss des DSV-Präsidiums ab sofort das Melde- und Ergebnisportal „Manage2Sail“ kostenfrei zur Verfügung steht. Eine Ranglistenberechnung bietet das System zwar für das laufende Jahr noch nicht. Das soll aber in Zukunft erstellt werden. Verschoben wurde die gemeinsame deutsche Meisterschaft aller Olympiaklassen. Für 2015 fand sich kein Ausrichter. Für 2016 wird nun an gestrebt, eine möglichst hohe Zahl an Klassen zur Kieler Woche auf Titeljagd schicken zu können. Für 2019 will man dann wieder in den Rhythmus einschwenken, jeweils im vorolympischen Jahr die gemeinsamen Titelkämpfe auszurichten. Ein großer Erfolg war in der vergangenen Saison die Segel-Bundesliga, für die zum Beginn der Saison 2014 neben den bereits qualifizierten Teams 62 Mannschaften ins Rennen gegangen sind. Die Events haben ein großes Echo in den Medien erzeugt – sowohl überregional als auch lokal in der Presse. Und in der anstehenden „Spielzeit“ wird es für Erste Bundesliga mit nun sieben Stationen sogar noch eine Erweiterung des Programms geben. Die Zweite Bundesliga wird daneben auf fünf Events aufgestockt. Damit ist es den Vereinen noch besser möglich, über das Ligageschehen den Sport in die Medien zu bringen.

Wie beurteilen Sie die Wetterlage nach diesem Artikel?


Flaute
 
Brise
 
Böe
 
Sturm
 
Orkan
 
Weitere Medungen Alle Artikel
Veröffentlicht am : 28.01.2015