boot 2015

Video Impression und Messesplitter

Wir haben uns auf der boot 2015 umgeschaut und im folgenden Video zusammengefasst.



Mit dem Kat um die Welt

Sie ist Weltumseglerin, Segelsportjournalistin und Törnberaterin, kurz eine tolle Frau! Die Hamburgerin Mareike Guhr, Skipperin des Katamarans „La Medianoche“, lebt ihren Traum und umsegelt seit Anfang 2013 die Welt. Gäste können auf verschiedenen Etappen auf ihrem Kat mitsegeln. Am Mittwoch, 21. Januar, erzählt sie bei der boot im Multihull Forum von ihrer Reise durch den Pazifik, die sie von Neuseeland über Tonga, Fiji, Vanuatu, Neukaledonien, die australische Küste runter bis Sydney führt.

**Halle 15, Multihull Forum, Mi., 21.1., 15 Uhr **

Vereint für mehr Gewässerschutz

Der Schutz der Gewässer ist eine Angelegenheit, die alle angeht. Bei der boot 2015 können sich Wassersportler über das Problem von „Müll im Meer“ und mögliche Lösungen informieren. Gerade der Boots- und Wassersport hat ein vitales Interesse an sauberen Gewässern. Aber auch die Kunststoffindustrie ist gefordert: So ist Kunststoff im Wassersport allgegenwärtig, etwa in Bootskörpern, Surfboards oder der Wassersportbekleidung. Gleichzeitig werden noch viel zu oft Kunststoffprodukte wie Verpackungen am Ende ihres Lebensweges unbedacht und aus Bequemlichkeit in der Umwelt entsorgt. Damit das nicht so bleibt, informieren die beteiligten Organisationen und Verbände über einfache Verhaltensregeln, die viel bewirken können. An der Aktion beteiligen sich Messe Düsseldorf, Deutscher Kanu-Verband, Deutscher Ruder¬verband, Deutscher Segler-Verband, Verband Deutscher Sporttaucher sowie PlasticsEurope Deutschland e.V., Verband der Kunststofferzeuger und Träger der Sponsoringinitiative Team Kunststoff, zu der u.a. die Nationalmannschaften im Kanurennsport und Kanuslalom gehören.

Die Kunststoffindustrie stellt dabei auf der boot auch eigene Projekte vor, die zu weniger Müll in der Umwelt beitragen. So ist Kunststoffabfall, der sich heute im Meer befindet, häufig auch das Resultat schlechten Abfallmanagements sowie des Fehlens ausreichender Verwertungs¬strukturen. Während Deutschland beim Kunststoffabfallmanagement mit einer Verwertungs¬quote von 99 Prozent eine Spitzenstellung einnimmt, hinken manche europäischen Länder mit Verwertungsraten von deutlich unter 30 Prozent weit hinterher. PlasticsEurope unterstützt daher den Wissenstransfer für einen effizienteren Umgang mit Müll unter anderem durch die Ver¬breitung des Best-Practices-Ansatzes. Ziel ist es, das in Deutschland vorhandene Wissen und die langjährigen Erfahrungen in Sachen Kunststoff¬abfallverwertung insbesondere den Ländern Europas zugänglich zu machen, die noch immer Kunststoffabfälle deponieren, etwa Gro߬britannien, Polen, Frankreich und Italien.

Halle/Stand 14/ B 32

Schwerelos im Wasser

Im Tauchsport Center in Halle 3 hieß es am Montag „Tauchen kennt keine Grenzen“. Beim „2. Handicapped Diving Day“ auf der boot Düsseldorf konnten Menschen mit Behinderung direkt vor Ort im Schnuppertauchbecken ausprobieren, wie sich die Schwerelosigkeit unter Wasser anfühlt. Mit der entsprechenden Ausrüstung - spezielle Flossenhandschuhe gehören zum Beispiel dazu - und der Unterstützung erfahrener Handicap-Tauchlehrer nutzte so mancher Anfänger das einmalige Angebot. Rund 500 Tauchlehrer in Deutschland besitzen die erforderliche Zusatzqualifikation, um behinderte Taucher ausbilden zu können. Aber nur schätzungsweise 80 von ihnen sind wirklich aktiv und haben Erfahrung in dem Bereich. Das liegt auch daran, dass Handicap-Diving noch nicht so populär ist. „Ich erinnere mich etwa, dass es vor zehn Jahren noch hieß: Tauchen ist für Behinderte viel zu gefährlich!“, sagt Rollstuhlfahrer Olaf Winkler, der selbst auch Tauch-Ausbilder ist. Aber mittlerweile hätten immer mehr Menschen verstanden, dass Tauchen der ideale Partnersport ist: „Mit einem nicht behinderten Menschen joggen gehen, das kann ich nicht“, sagte er. „Aber Tauchen, das klappt sehr wohl!“

Travemünde träumt von Olympia

Der Empfang auf der boot Düsseldorf hat bereits Tradition. Seit Jahren laden die Organisatoren der Travemünder Woche Aussteller und Freunde auf ihren Stand ein, um auf die kommende Saison zu blicken. Mit Spannung erwarten die Besucher auch immer die Präsentation des neuen Plakats zu diesem hochkarätigen Segel-Event. Denn das wird in Düsseldorf auf dem Stand der Travemünder Woche erstmals gezeigt und an Messechef Werner M. Dornscheidt überreicht. In diesem Jahr offenbarten die Veranstalter außerdem, dass sie Großes vorhaben: Sollte Hamburg den Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele 2024 bekommen, will sich Lübeck-Travemünde um die Ausrichtung der Segelwettbewerbe bemühen. „Wir haben ein großartiges Segelrevier und Erfahrung mit Groß-Events. Außerdem können wir eine solche Veranstaltung nachhaltig ausrichten“, sagte Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe. Das beweisen die Veranstalter jedes Jahr mit der Travemünder Woche, die vom 17. bis zum 26. Juli 2015 bereits zum 126. Mal stattfindet. Bei der Traditionsveranstaltung mit Festival-Charakter werden insgesamt vier Weltmeisterschaften präsentiert. Zu den herausragenden Wettbewerben zählen auch die Rennen der 1. und 2. Segel-Bundesliga. Zudem werden erstmals alle Rennen der Travemünder Woche getrackt, so dass jeder Zuschauer die Daten der einzelnen Boote genau verfolgen kann.

Emily will die Meere retten

Ein Werbefilm der Firma Apple hat sie bekannt gemacht. Dort ist die blonde, junge Skipperin an Bord des riesigen Stahlschiffes „Sea Dragon“ zu sehen. Der Spot trägt den Titel „Apps We Can’t Live Without“ und hat sie innerhalb kürzester Zeit zum Star im Internet gemacht. Im Segel Center auf der boot erzählte die 27-Jährige, in welchen Situationen sie die kleinen, hilfreichen Tablet-Anwendungen auf See immer wieder benutzt und was die so alles können. Aber eigentlich geht es dem sympathischen Multitalent aus England um etwas anderes: den Schutz der Natur, besonders den Schutz der Meere. Emily Penn ist nicht nur eine ausgezeichnete Seglerin, die mit dem Titel „Ocean Master“ die höchste Segel-Lizenz besitzt, die man in England bekommen kann. Sie ist auch Architektin, Künstlerin, Expertin in Sachen Mikro-Plastik-Müll und Expeditionsleiterin. „Pangaea Exploration“ heißt das Umweltprojekt, das ihr besonders am Herzen liegt. Für Forschungsreisen rund um die Welt gehen Profis gemeinsam mit Nicht-Seglern an Bord der „Sea Dragon“. „Denn wer die Probleme nicht kennt, kümmert sich nicht darum“, betont Emily. Ihr Ziel sei es, Menschen mit dem Ozean zu verbinden. „Auch solche, die sonst nie die Gelegenheit dazu hätten.“

Segel Center, Halle 17, Mi. und Do., 21.1. und 22.1., jew. 15 Uhr
http://www.panexplore.com

Mann und Hund an Bord

Stephan Boden, besser bekannt als Digger Hamburg, hat eine besondere Form des Segelns für sich entdeckt. Der 48-Jährige segelt, wohin Wind und Lust ihn treiben. „Ostseeroulette“ nennt er das Ganze. Im Segel Center erzählt er von seinen Erlebnissen an Bord. Zum Segeln ist der Filmemacher, Autor, Blogger und St. Pauli-Fan erst vor 15 Jahren gekommen: „Aber ich wusste sofort: Das muss ich lernen!“ Vor drei Jahren hat der Hamburger sich ein eigenes Boot gekauft und auf den Namen „Digger“ getauft. In dem kleinen Boot verbringt er seitdem die beste Zeit seines Lebens. Immer dabei: Hund Polly. „Sie segelt, seit sie ein Welpe ist. Und sie liebt es.“ Seit Stephan Boden segelt, hat er sein komplettes Leben umgekrempelt. „Vorher habe ich mich gefühlt wie ein Computer, dem man immer mehr Software draufspielt“, erzählt er. Jetzt lebe er sehr reduziert und entspannt. Auch auf dem Wasser hat er entschieden, sämtliche Pläne über Bord zu werfen. „Pläne stressen nur. Auch Seemeilen zähle ich nicht.“ Und mit seiner entspannten Art zeigt er dem Publikum im Segel Center jeden Tag, dass eine gewisse Planlosigkeit einen Menschen sehr weit bringen kann.

**Segel Center, Halle 17: Mi. und Do., 21. und 22.1., 16 Uhr, Fr., 23.1., 15 Uhr, Sa. und So., 24. und 25.1., 14.30 Uhr **

Unbekanntes Estland entdecken

Wilde Natur, einsame Strände, malerische Buchten und Städte, jede Menge Kultur, Nachtleben und kulinarische Leckerbissen sowie niedrige Hafengebühren. Hinzu kommt eine lange Bootsbauer-Tradition. Das und mehr hat „die baltische Perle“ Estland zu bieten. Aber Estland ist unter deutschen Wassersportlern noch relativ unbekannt. Grund genug, sich erstmals auf der boot Düsseldorf mit einem Gemeinschaftsstand zu präsentieren. „Es ist uns eine große Ehre, das erste Mal hier zu sein“, sagte Estlands Botschafterin Dr. Kaja Tael. „Für uns ist das ein ganz wichtiger Schritt!“ boot-Projektleiter Goetz-Ulf Jungmichel freute sich über den Neuzugang. „Schön, dass Estland sich in diesem Jahr bereit fühlt, nach Düsseldorf zu kommen. Herzlich Willkommen!“ Acht Aussteller aus den Bereichen Bootsbau und Tourismus möchten in Halle 15 den Besuchern das Land an der östlichen Ostsee nahe bringen. Auf dem Stand gibt es auch zwei umweltfreundliche Weltpremieren: Für das klassische, nordische Folkeboot hat die Werft Polar Shipyard aus Pärnu einen Elektroantrieb entwickelt, der fest in das Ruderblatt integriert ist. Die zweite Premiere ist das eLex610, ein elegantes Motorboot. Das gut sechs Meter lange Boot ist genau pünktlich zur Messe fertig geworden. Jens Knappe, Geschäftsführer von Polar Shipyard, sagt: „Das ist quasi noch warm und kommt gerade frisch von der Werft!“

Halle/Stand 15/D57

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Veröffentlicht am : 20.01.2015