Extreme Sailing Series

SAP Extreme Sailing Team triumphiert in San Diego

Trotz der prominenten Unterstützung durch den viermaligen Olympiasieger Ben Ainslie hat die Land Rover BAR Academy nicht in das Spitzengeschehen beim Tourstopp der Extreme Sailing Series vor San Diego eingreifen können. Vorn duellierten sich das SAP Extreme Sailing Team (Dänemark) und Alinghi (Schweiz). Im Finalrennen setzten sich dann die nervenstarken Dänen durch.

SAP dominierte das Geschehen vor San Diego. Foto: Lloyd Images

SAP dominierte das Geschehen vor San Diego. Foto: Lloyd Images

Die spannende Ausgangslage im Feld trug in den beiden letzten Rennen zu zwei Kollisionen bei. Denn während das SAP Extreme Sailing Team und Alinghi um die Führung fochten, lieferten sich Oman Air und das Red Bull Sailing Team einen erbitterten Kampf um Platz drei. Wegen eines Regelverstoßes fing sich das Syndikat aus Oman schließlich einen Penalty ein und musste zusehen, wie das Red Bull Sailing Team davonzog und sich einen Platz auf dem Siegerpodium sicherte.

Ganz vorn aber freute sich die Mannschaft von SAP. „Wir sind total aus dem Häuschen. Es war großartig, das Finale in so eindrucksvoller Manier zu gewinnen. Damit haben wir unseren Woche gekrönt“, sagte der neuseeländische Steuermann des SAP Extreme Sailing Team, Adam Minoprio. „Wir sind in den vorigen drei Tagen gut gesegelt. Heute hat es an mancher Stelle ein bisschen gehakt. Wir haben uns selbst ziemlich unter Druck gesetzt. Dabei sind acht Punkte vor dem letzten Rennen eigentlich ein ordentlicher Vorsprung, und es ist ja auch alles gut gegangen.“ Vor dem letzten Act des Jahres hat SAP in der Gesamtführung nun fünf Punkte Vorsprung vor Oman Air.

Für den Schweizer Vorjahressieger Alinghi ist auf Gesamtrang drei die Titelverteidigung ein Stück weiter in die Ferne gerückt. Immerhin konnten sich die Schweizer durch Rang zwei von San Diego näher an das Team Oman Air heranarbeiten und haben nur noch einen Punkt Rückstand auf Platz zwei in der Saisonwertung.

„Leider konnten wir das SAP Extreme Sailing Team nicht mehr abfangen, aber wir haben ihm auf dem Wasser einen großartigen Kampf geliefert. Wir können ihm nur gratulieren. Jetzt freuen wir uns wirklich auf Los Cabos; dort dürfte es noch etwas schwieriger werden. Aber wir haben noch eine Hand am Pokal und werden dort viel Spaß haben“, sagte Arnaud Psarofaghis, Co-Skipper und Steuermann des Schweizer Syndikats.

Das Land Rover BAR Academy Team hatte zu Beginn des Acts technische Probleme mit seinem Boot und konnte in den ersten zwei Rennen nicht starten. Das Team mit dem vierfachen Olympiasieger Ben Ainslie am Steuer fand am ersten Tag auch später nicht zu seiner Form und kam bei diesem Act auf Rang sechs. Diese Position bekleidet die Mannschaft auch in der Saisonwertung.

Die internationale Flotte versammelt sich nun vom 30. November bis zum 3. Dezember zum großen Saisonfinale im mexikanischen Los Cabos. Dort werden doppelte Punkte vergeben.

Extreme Sailing Series™ Act 7, San Diego

1.SAP Extreme Sailing Team (DEN) Adam Minoprio, 273 Punkte

2.Alinghi (SUI) Arnaud Psarofaghis, 263 Punkte

3.Red Bull Sailing Team (AUT) Roman Hagara, 239 Punkte

4.Oman Air (OMA) Phil Robertson, 233 Punkte

5.NZ Extreme Sailing Team (NZL) Josh Junior, 212 Punkte

6.Land Rover BAR Academy (GBR) Ben Ainslie, 201 Punkte

7.Team Extreme San Diego (USA) Morgan Larson, 198 Punkte

8.Lupe Tortilla Demetrio (USA) John Tomko, 152 Punkte

Extreme Sailing Series™ Saisonwertung

1.SAP Extreme Sailing Team (DEN) 78 Punkte

2.Oman Air (OMA) 73 Punkte

3.Alinghi (SUI) 72 Punkte

4.Red Bull Sailing Team (AUT) 66 Punkte

5.NZ Extreme Sailing Team (NZL) 56 Punkte

6.Land Rover BAR Academy (GBR) 54 Punkte

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Veröffentlicht am : 24.10.2017